Es ist ein hervorragendes Allroundleder und verbindet hohen Tragekomfort mit höchster Widerstandsfähigkeit. Es eignet sich daher nicht nur für modische Jacken, sondern auch für strapazierfähige Arbeitskleidung, Handschuhe, etc.
Die US Air Force und die US Navy, sowie die Deutsche Luftwaffe haben Ziegenleder für Ihre Fliegerjacken spezifiziert. Ziegenleder ist äußerst zäh, flexibel und stark wasserabweisend.
Ziegenleder ist leichter als Pferde- und Rindleder. Falls das Ziegenleder doch mal nass werden sollte, härtet es beim Trocknen nicht aus. Die Oberfläche ist fein strukturiert und sehr abriebfest.
Vor der Industrialisierung verrichteten Millionen von Pferden harte Arbeit auf Feldern, Farmen und in Kriegen. Ihr Leder wurde aufgrund der leichten Verfügbarkeit und hervorragenden Eigenschaften für alle Einsatzzwecke genutzt, bei denen es auf Strapazierfähigkeit ankam.
Das äußerst widerstandsfähige Pferdeleder war erste Wahl bei Arbeitskleidungen und somit auch bei der US-Army. Das legendäre A2 Flightjacket der USAAF wurden mit diesem robusten, langlebigen Leder spezifiziert und bei Einführung 1931 so geliefert.
Als Pferde zunehmend durch Traktoren und Maschinen ersetzt wurden, wurde aus dem ehemals reichlich verfügbarem Pferdeleder eine knappes und teures Material.
Heutzutage wird ausschließlich Ziegenleder für die militärischen Fliegerjacken eingesetzt, da Pferdeleder in den ausgesuchten Qualitäten zu einem raren Luxusprodukt geworden ist. Darüber hinaus gibt es nur noch wenige Hersteller, die es wirklich verstehen, dieses Leder so zu verarbeiten, wie es vor über 60 Jahren üblich war.
Unser aniliertes Pferdeleder hat eine glatte Oberfläche und einen angenehm "wachsigen" Griff. Typisch für Pferdeleder ist, dass es beim Tragen "edel" altert und eine wunderschöne Patina bekommt, wogegen sich z.B. Ziegenleder kaum verändert.
Schnell fortschreitende Entwicklungen von Kunstfasern lassen die erstaunlichen Eigenschaften der Naturfasern teilweise in Vergessenheit geraten. Die Natur bietet dabei durchaus Eigenschaften, die selbst moderne Hightechfaser in dieser Kombination nicht bieten können.
Schaffelljacken bieten durch das natürliche Luftpolster zwischen Haut und Schaffell einen hohen Tragekomfort. Dort entsteht eine atmungsaktive Zone, die zu jeder Jahreszeit temperaturausgleichend wirkt.
Schaffelle können bis zu 30% Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen ohne sich feucht oder kalt anzufühlen.
Die Schaffelle sind von Natur aus schmutzabweisend und pflegeleicht. Das Schaffell besitzt eine Schuppenstruktur, die schmutzabweisend ist. Durch einfaches Ausschütteln und Ausklopfen sind Verschmutzungen zu entfernen. Somit besitzt das Schaffell eine natürliche Selbstreinigungskraft, die sogar Gerüche durch einfaches Lüften an der frischen Luft neutralisiert.
Schaffelle bestehen aus 100% Eiweißproteinen. Eiweiß ist kein Nährboden für Viren und Bakterien.
Somit wurde Schaffell schon in den frühen Jahren der Luftfahrt als perfektes Material für warme Winter- und Fliegerbekleidung entdeckt. Reichlich verfügbar, gut zu verarbeiten und mit hervorragenden Isolationswerten war das Schaffell prädestiniert für die Jacken der Flieger, die bei Minustemperaturen in 30.000 Fuß Höhe arbeiten mußten. Die Außenhaut ist winddicht und wasserabweisend, wogegen die innen getragene Fellseite eine perfekte, natürliche Isolation ergibt.
Mit dem Oberbegriff Rindleder werden im Allgemeinen verschiedene Arten von Leder bezeichnet. Man unterscheidet z. B. in Stierleder (Steerhide) oder Kuhleder (Cowhide).
Die einzelnen Arten unterscheiden sich nur geringfügig in Maserung und Griffigkeit. Rindleder ist ein sehr verbreitetes, gutes und relativ günstiges Leder. Rinder sind in ausreichender Zahl vorhanden, die Tiere sind unkompliziert in Aufzucht und Haltung. Der Lederpreis hängt in erster Linie vom Faktor Verfügbarkeit ab, das seltenere Pferdeleder ist deshalb erheblich teurer.
Lederjacken aus Rindleder entwickeln im Laufe der Zeit die berühmte Patina. Aber genau aus diesem Grund ist das Rindleder nicht erste Wahl bei aktuellen Militärjacken. Die Armeen legen mehr Wert auf leichte und robuste Jacken aus Ziegenleder, die ihren uniformen Charakter lange beihalten.
Aus oben genannten Gründen spezifizierte die US-Air Force bei der Wiedereinführung der A-2 Jacke 1988 Ziegenleder.
Anilinleder ist ein sehr teures Leder. Mit Anilinfarbstoffen gefärbtes Leder überzeugt durch seine weiche hautähnliche Oberfläche mit durchsichtiger Schutzschicht. Jede Pore ist sichtbar und man kann die natürliche Beschaffenheit und Tiefe des Hautmaterials erkennen.
Das sehr hochwertige Leder ist vom Aussehen edel, matt und hat dabei angenehmen, wachsigen Griff. Die Oberfläche wird nicht durch Pigmente überfärbt oder korrigiert. Daher kann man nur makellose Qualitäten verarbeiten.
Vegetabile Gerbung
Diese Art von Gerbung ist die älteste Methode Leder zu gerben. Diese zeitaufwendigste Art der Lederbearbeitung ist jedoch aufgrund des hohen Aufwandes heute nur noch selten gebräuchlich.
Vegetabile Gerbung ohne Chemikalien und künstliche Zusätze ist ein traditionelles und vollkommen natürliches Gerbverfahren.
Chrom Gerbung
Die derzeit am häufigsten eingesetzte Gerbart für Häute und Felle ist wegen des einfachen und schnellen Ablaufs die Chromgerbung.
Chromgegerbtes das Leder lässt sich gut färben, ist sehr reißfest, leicht und besitzt eine geringe Lichtenempfindlichkeit.
Als in den 30er Jahren die A2 Fliegerjacke von der Army spezifiziert wurde, entschied man sich für die Farbe "seal brown" (dunkelbraun). Da jedoch die Herstellungsverfahren noch in den Kinderschuhen steckten, oxidierte die Farbe während der Verarbeitung und nahm den markanten, rötlichen Stich an.
Diese Farbe wurde bekannt als "russet" (cognac). Diese charakteristische Farbe war typisch für die A2 Pferdelederjacken der ersten Serien.
Später konnte man den Oxidationsprozess abstellen. Daher wurden spätere Modelle der A2 in der zunächst beabsichtigten Farbe: seal-brown ( deutlich dunkler und ohne rotstich ) geliefert.
Als dann das Pferdeleder immer knapper wurde, entschied man sich auf andere Lederqualitäten auszuweichen. So wurde die A2 später auch in Rinder-, Stier- und Ziegenleder spezifiziert, welches nur noch in "seal brown" geliefert wurde. Die Farbe "russet" entwickelte sich im Laufe der Zeit zur begehrtesten Farbe. Pferdelederjacken aus den 30er und 40er Jahren in der Farbe "russet" sind heute gesuchte Sammlerstücke.
Front Quarter Horsehide ist auch unter dem Begriff „Königsleder“ bekannt. Das einzigartige Finish und die beeindruckende Stärke des Leders machen es so beliebt.
Allerdings verlangt dieses Leder auch ein wenig Geduld von seinem Träger. Eintragen ist hier Pflicht und Philosophie zugleich.
Die Jacke aber wird es Ihnen ein Leben lang danken!